Der Weltuntergang ist abgesagt!

Der Schweizer Schriftsteller Erich von Däniken (77) gibt Entwarnung

Die geschürte Massenhysterie könnte nicht größer sein. Rund um den Globus bereiten sich zig tausende Menschen auf dem vermeintlichen Weltuntergang vor. In Mittelamerika, wo bereits die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, pilgern Massen von Touristen zu den Stätten der Maya.

Die Maya sind eine Gruppe indigener Völker in Mittelamerika, welche sich bereits ab 3000 v. Chr.  auf Guatemala, Belize, Honduras sowie Süd- und Nordostmexiko ausbreitete. Noch heute existieren rund 6 Millionen Menschen, die als Nachkommen der einstigen Hochkultur gelten. In der Blütezeit der Maya lebten bis zu 10.000 Menschen in ihren noch heute zum Großteil erhaltenen Städten.

Zur Popularität dieser Kultur und deren beeindruckenden Bauwerke verhalf mitunter der Schweizer Schriftsteller Erich von Däniken (EvD). Mit der Theorie, dass die Menschheit in früherer Zeit von Außerirdischen besucht wurde und diese in die Entwicklung der Menschen eingegriffen haben, rüttelte er an einem alteingesessenen Weltbild der Menschheit. Die Menschen verstanden laut von Däniken die Technologie der Außerirdischen nicht, und verehrten sie daher als Götter. Da von Däniken über 63 Millionen Bücher verkaufte, die in 32 Sprachen übersetzt wurden, gilt er als der bekannteste Sachbuchautor der Welt.

EvD widmet sich auch dem Maya-Kalender. Auf seiner Webseite klärt er die Besucher über den Kalender und dessen Bedeutung auf. „Der Startschuss eines Kalenders ist für die jeweilige Kultur stets ein außerordentlich wichtiges Ereignis. So auch in Zentralamerika. Das Volk der Maya hatte einen eigenen Kalender und der beginnt – umgerechnet auf unseren Kalender – am 11. August 3114 v. Chr.“, so von Däniken. Dieses „außerordentliche Ereignis“ ist laut EvD im „Buch der Jaguarpriester“  nachzulesen. Damals seien die Götter (d.h. die Außerirdischen) von der Straße der Sterne herniedergestiegen. Weiter erklärt von Däniken, „Nun besteht der Maya-Kalender aus mehreren Kalendern gleichzeitig, die wie Zahnräder miteinander laufen. Stellen Sie sich drei unterschiedlich große Zahnräder vor und ziehen Sie eine rote Linie über alle drei Zahnräder. Dies in der Ruhestellung. Dann lassen Sie die Zahnräder laufen. Wie lange wird es dauern, bis der rote Strich auf allen drei Zahnrädern wieder in einer Linie liegt? Heraus kommen 5136 Jahre, bis alle Maya-Zahnräder auslaufen. Und exakt dann – so überliefern die Maya – würden die Götter von Ihrer langen Reise wieder auf die Erde zurückkehren. Die Umrechnung ergibt den 21. Dezember 2012.“ Der Bestsellerautor sieht also im Kalender der Maya ein Versprechen der Außerirdischen, dass sie wieder zur Erde zurückkehren werden. Über die Weltuntergangshysterie wundert er sich genauso.

„Vergesst das mit dem Weltuntergang!“

Viele Menschen, die vom Weltuntergang überzeugt sind, berufen sich auf den sogenannten Maya-Kalender, der diesen Freitag enden soll.  Auf die Frage vom Schweizer „Blick“, ob die Menschheit denn wirklich zugrunde geht, antwortet Erich von Däniken mit „Nirgendwo in ihrem Kalender haben die Maya die Endzeit prophezeit. Das ist reine Panikmache.“ Vor einigen Tagen kam der Globetrotter, der sich nach eigenen Aussagen im Unruhestand befindet, von Mexiko zurück, wo er Dutzende Interviews gegeben hat. Auch daheim hält ihn die Weltuntergangshysterie auf Trapp, wie er über die Kommunikationsplattform Twitter vor einigen Tagen mitteilte: „Jeden Tag gebe ich etwa vier Interviews. Immer wegen dem 21. Dezember. […]“ Weiters betont von Däniken, dass der Weltuntergang ein großes Geschäft ist. Unzählige Hotels in Mexiko sind ausgebucht, weil ein großer Ansturm von Touristen erwartet wird.

Aber auch in Europa ist das Endzeitfieber zu spüren. Abgesehen von der Bücherauswahl, die zum Thema vorhanden ist, werden wohl auch zahlreiche Pilgergruppen nach Frankreich stürmen. Dort soll sich im Südfrankreich liegenden Berg Pic de Bugarach eine Art Raumschiff-Garage befinden. Das Raumschiff soll die letzte Rettung vor der Apokalypse sein. Auch die russische Regierung muss die Bürger beruhigen, denn auch dort glauben Millionen Bürger an den bevorstehenden Weltuntergang. „In Wahrheit endet nur ein großer Zyklus in der  Zeitrechnung der Maya. Und am nächsten Tag beginnt alles wieder von vorne.“ beruhigt von Däniken gegenüber dem „Blick“. Von Däniken hätte gar keine Zeit für die Apokalypse, denn am 21. Dezember hält er einen Vortrag in Gmunden/Oberösterreich.

Was diesen Freitag tatsächlich passieren wird, kann keiner mit Sicherheit sagen. Und sollte die Welt doch untergehen, fragen wir einfach am Tag davor die Chinesen, denn die sind uns bekanntlich ein paar Stunden voraus.




Ihr
Andreas Kirchner 
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AUFRUF

FURIGER ALBER UND HABERGEIS GESUCHT!
Diese beiden unheimlichen Objekte machten in der
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unsicher. Man brachte sie mit . . . (Weiterlesen)